9 grundlegende Tipps zur psychologischen Vorbereitung im Tennis
Einige einfache Tipps für eine gute Leistung im Tennis.
1. Versuchen Sie, nicht an Dinge zu denken, die nichts mit Tennis zu tun haben: den Spielstand, die Vergangenheit (mein Gegner schlägt mich immer / ich schlage diesen Gegner immer, dieser Ball war gut und er wurde ausgerufen usw.), die Zukunft (5:3 für / gegen, ich habe diesen Satz schon gewonnen / verloren usw.). Der Spielstand kann auch dazu führen, dass wir die Konzentration verlieren. Das Problem ist, dass uns all diese Dinge beim Tennisspielen nicht helfen, da sie uns weder unsere Position auf dem Platz, unsere technischen Fähigkeiten noch unsere Strategie gegen den Gegner verraten. Diese Gedanken tauchen meist in den Pausen zwischen den Punkten und sogar zwischen den Spielen auf.
2- Während des Spiels sollten Sie nicht nachdenken oder analysieren; spielen Sie einfach Tennis. Diese Analyse sollte in den Pausen zwischen den Punkten oder zwischen den Spielen erfolgen, idealerweise begleitet von einer Art Verhaltensritual (z. B. mit den Schlägersaiten spielen und sie dabei betrachten), um dieses Verhalten zu automatisieren. Während des Spiels sollten Sie einfach Ihre Absicht ausführen, ohne Zeit für die Analyse zu haben.
3- Konzentrierte Konzentration auf den Ball: insbesondere im Moment des Aufpralls, da die Flugbahn des Balls von diesem Aufprall abhängt und wir scheitern können, wenn wir unsere Aufmerksamkeit nicht auf den Ball richten, egal wie gut unsere Strategie vorbereitet ist.
4. Sich selbst für den Erfolg stärken: Das heißt, wenn ein guter Schuss gelingt, sollten wir ihn als solchen anerkennen, durch sogenannte verbale Verstärkung (z. B. „Los geht‘s!“). Wenn das Ergebnis eines Verhaltens positiv verstärkt wird (positive Verstärkung als Belohnung verstehen), steigt die Wahrscheinlichkeit, dieses Verhalten zu wiederholen.
5. Aus Fehlern lernen: Wenn wir den Schläger auf den Boden schlagen oder uns selbst verfluchen, wenn wir einen Fehler machen, verlieren wir nur die Konzentration und überschreiten das optimale Aktivierungsniveau. Wenn wir hingegen bei einem Fehler (z. B. den Ball ins Netz schlagen) analysieren, warum und visualisieren (oder gestikulieren), wie der Schlag hätte sein sollen, um den Fehler zu vermeiden (z. B. die Saiten weiter öffnen), dann wird der Fehler zu einer Lernquelle, die uns hilft, ihn zu vermeiden, und auf diese Weise ziehen wir einen Vorteil aus dem Fehler.
6- Ziele setzen: Eine der Strategien, um einen Flow (einen Zustand enger Konzentration auf die wichtigen Reize des Spiels) zu erreichen, besteht darin, sich Ziele zu setzen, wie etwa drei erste Aufschläge hintereinander zu versuchen oder drei erste Returns zu retournieren und sich dabei auf das Erreichen dieses Ziels zu konzentrieren.
7- Positive Selbstgespräche: Sich zwischen den Sitzungen positiv zu äußern, ist eine gute Strategie zur Selbstregulierung, Verstärkung und Planung. Wichtig ist, Selbstkritik um jeden Preis zu vermeiden. Wichtig ist auch, selbstverstärkende Wörter oder Sätze zu verwenden, um zusätzlichen Schwung zu gewinnen.
8. Gute Laune erzeugen: Wenn wir gut gelaunt sind, haben wir Spaß am Spiel, unsere Selbstgespräche sind positiver und wir reagieren nicht aggressiv auf Fehler. Um dies zu erreichen, empfehle ich, ein Lächeln zu erzwingen, da die für ein Lächeln erforderliche Muskelkonfiguration das Gehirn dazu veranlasst, es als positiv zu werten und Substanzen in den Blutkreislauf auszuschütten, die der Emotion entsprechen. (W. James fragte einmal: Weinen wir, weil wir traurig sind, oder sind wir traurig, weil wir weinen?)
9- Kontrolle des Erregungsniveaus: Wir alle haben ein ideales Erregungsniveau; es ist nicht bei jedem gleich, aber normalerweise bei derselben Person konstant. Wenn wir zu aufgeregt sind, können wir erstarren und mit der Angst spielen; dazu sind ruhige Selbstgespräche und vor allem eine entspannte Atmung erforderlich (langsam einatmen, den Atem einige Sekunden anhalten und langsam ausatmen). Bei mangelnder Erregung fühlen wir uns möglicherweise träge, haben wenig Lust zu spielen usw. Dann müssen wir die Erregung steigern, entweder durch ein gutes Aufwärmtraining, um unseren Puls zu erhöhen, oder durch das Zusammenbeißen der Zähne, wie wenn wir wütend sind, damit das Gehirn die Muskelsituation als Wut erkennt und die Ausschüttung von Energiesubstanzen ins Blut anordnet, um mit der Wut umzugehen (z. B. Adrenalin).
Es ist sehr wichtig, ein Tennisspiel nicht als Problem zu definieren, sondern jeden Wettkampf als Herausforderung zu begreifen, um den Prozess (das Spiel selbst) mehr zu genießen als das Ergebnis (das Nachdenken über die Zukunft).
